Sucuk
Übersetzt heißt Sucuk Wurst, da es ähnlich wie die türkische Salami aussieht. Es wird vor allem im Osten der Türkei von den kurdischen Frauen im Herbst nach der Traubenlese für die langen Winterabende hergestellt.
Die zerdrückten Trauben werden in großen Kupferkesseln auf offenem Feuer gekocht, Haut und Kerne heraus genommen und der Saft mit etwas Weizenstärke eingedickt. In den Abenden zuvor wurden frische Walnüsse auf langen Fäden gefädelt.
Diese etwa 1 Meter langen Nußschnüre tauchen die Bäuerinnen in die eingedickte Weinmasse. Die so überzogenen Nüsse lassen sie antrocknen, um sie dann ein zweites und ein drittes Mal zu tauchen, ähnlich wie beim Kerzen ziehen. Das so gewonne Sucuk wird sorgfältig eingepackt und in der Vorratskammer für den Winter gelagert und bildet in der kalten Jahreszeit mit seiner etwas eintönigen Nahrung eine willkommene Abwechslung.
Unser Sucuk stammt von den Bäuerinnen aus dem Südosten der Türkei. Es wird aus Weinbeeren und Walnüssen hergestellt und ist eigentlich viel zu gut um einfach gegessen zu werden. Genießen Sie es!
Schließen Sie die Augen, sitzen sie mit am offenen Feuer in der Stube mit den dicken Lehmmauern, es ist gemütlich warm, ein leichter Rauchgeruch zieht durch den Raum, Geschichten von tausendundeiner Nacht werden erzählt.
Aus dem dampfenden Teekessel wird eine neue Runde eingegossen, die Bäuerin holt aus der Vorratskammer ein langes Stück Sucuk und nun fangen nicht nur die Kinderaugen an zu leuchten.
Mit diesem Bild müssen Sie Stück für Stück im Mund zergehen lassen und daran denken, wie köstlich die einfachsten Dinge schmecken können.
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