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Muskatnuss

(Semen Myristicae)

Die Heimat der echten Muskatnuss sind die Banda-Inseln, die zu den Molukken, Indonesien gehören. Es gibt noch fälschlicherweise Muskatnuss genannte Imitate, die Makassar- oder Papuamuskatnuss, aus Neuguinea und M. malabarica, die Bombay-Muskatnuss, aus Südindien. Beide können im Geschmack mit der Molukkischen in keiner Weise mithalten. Man kann die unterschiedlichen Arten an der Form auseinanderhalten:

Die echte Muskatnuss ist runder, die anderen Sorten sind länglich.
Eigentlich ist die Muskatnuss keine Nuss, sondern der Kern einer Frucht, die wie ein Pfirsich aussieht. Die sogenannte Blüte ist die ledrige Haut dieses Kerns. Aus dem Fruchtfleisch wird in der dortigen Heimat eine feine Marmelade bereitet.

Der deutsche Name leitet sich aus dem lateinischem "muscatus" ab. Mit Moschus o. Muscatus bezeichnet man den Duftstoff des Moschusochsen aus dem Himalayagebiet. Der lateinische Name Semen Myristicae leitet sich vom griechischen myron für „Balsam, Wohlgeruch“ ab, wahrscheinlich eine semitische Entlehnung und mit hebräisch mor „Myrrhe“ verwandt.
Die Namen zeigen die hohe Wertschätzung, die man schon in der Antike der Muskatnuss entgegen brachte. Möglicherweise haben auch die halluzinogene Inhaltsstoffe das große Interesse an der Frucht beflügelt, allerdings müsste man schon größere Mengen zu sich nehmen, um eine Wirkung zu erzielen.

Der sehr aromatische harzige Geschmack verliert sich schon bald nach dem Reiben, deshalb sollte die Muskatnuss immer frisch gerieben werden. Leider werden für das fertige Mehl häufig minderwertige, manchmal sogar wurmstichige und deshalb mit Aflatoxinen (Pilze) verseuchte Nüsse verwendet.

Das aromatische Gewürz wird zum Kochen und Backen verwendet. Der typische Geschmack der Béchamel-Sauce ist ohne Muskat nicht denkbar und ein Kartoffelpüree bekommt erst durch diese Nuß das richtige Aroma. Der herzhafte italienische Spinat erhält nur mit Muskat seinen eigenen Geschmack.
Fleischspeisen mit frisch gemahlenem Muskat sind eine willkommene Bereicherung und in vielen orientalischen Gewürzmischungen (garam masala, Nordindien; Marokkos ras el hanout, Tunesiens gâlat dagga oder Frankreichs quatre épices) ist Muskatnuss ein wichtiger Bestandteil.
Vielen Plätzchen oder Gebäck gibt die Muskatnuss ihr einzigartiges Aroma.


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Hildegard von Bingen überlieferte uns ein sehr wohlschmeckendes Gebäck!

Nervenplätzchen nach Hildegard von Bingen:

1 kg Dinkelmehl
1/2 kg Butter
30 g Zucker alternativ Ahornsirup, Honig oder Maulbeersaft
4 Eier
45 g frisch geriebene Muskatnuss
45 g möglichst frisch gemörserten oder gemahlenen Zimt
10 g gemahlene Nelken

Alles in eine Schüssel geben und einen Teig daraus kneten. Den Teig dünn ausrollen und mit Plätzchenformen ausstechen. Auf das Backblech legen und bei 190°C ca. 15 min. fertig backen.
Sie können Ihrer Fantasie freien Raum lassen und die Zutaten natürlich variieren.

Hier können Sie sich das Rezept als pdf-Dokument herunterladen.